Pollys beste heiße Schokolade oder: Was ist eigentlich Fermentation?

Heisse Schokolade

„Und, wie geht’s Neil? „Der ist gar nicht hier“, musste Polly zugeben. „Du hast ihn an Weihnachten allein gelassen?“, fragte Huckle. „Ich weiß, ich weiß. Aber das mache ich wieder gut. Dürfen Papageientaucher eigentlich Schokolade essen?“

 

Wie versprochen, gibt es zum kulinarischen Interview mit der charmanten Jenny Colgan und der Buchbesprechung zu Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg natürlich auch noch ein passendes Rezept. Passend zur Weihnachtszeit ist hier meine Wahl auf die beste heiße Schokolade gefallen. Alleine der Gedanke daran lässt ein wohliges Gefühl entstehen, oder?

Was ich übrigens bis vor Kurzem nicht wusste und was in der Netflix-Serie Cooked erfahren habe (ja, ich schaue auch Neflix und lese nicht nur) ist, dass es sich bei Kakao bzw. Schokolade ja um ein fermentiertes Lebensmittel handelt. Die Kakaosamen und das umgebende Fruchtmus sind an sich erst einmal nicht genießbar. Durch das Aufhäufen auf Bananenblättern oder in Holzkisten, beginnen die Samen zu gären. Das wird den äußerst niedrigen PH-Wert und den hohen Feuchtigkeits- und Zuckergehalt beschleunigt. Die Temperatur steigt dadurch immer höher. Besonders Hefezellen entwickeln sich prächtig und wandeln den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um.

Dadurch verflüssigt da Fruchtmus und trennt sich so von den Samen. Danach dringt vermehrt Luft ein und durch den Befall von Fruchtfliegen kommt es zu einem Essigsäurebakterienbefall. Die Fruchtfliege wird heutzutage durch Zugabe einer Mikroflora ersetzt. Die Essigsäurebakterien oxidieren dann den Alkohol zu Essigsäure und die Temperatur steigt weiter an, bis zu 50 Grad. Die Samen müssen deshalb regelmäßig gewendet werden, damit sie nicht zu heiß werden. Durch die hohe Temperatur und die Essigsäure sterben die Samen ab und werden zu Kakaobohnen. Dadurch entstehen auch die braune Farbe und das Schokoladenaroma. Jetzt müssen die Bohnen nur noch getrocknet werden.

Das war ein kurzer Ausflug in Kikis Foodlabor. Schaut euch die Serie an. Eine wirklich gelungene Netflixproduktion. Natürlich beschränkt sich die Fermentation nicht nur auf Kakaobohnen aber das wisst ihr ja ohnehin selbst.

Und weil ihr so gut aufgepasst habt, gibt es jetzt auch wirklich eine leckere heiße Schokolade mit Minimarshmallows. Also Decke geholt, Buch aus dem Regal, Weihnachtsplaylist angemacht, Katze auf den Bauch und los geht’s.

 

Heisse Schokolade

Pollys allerbeste heiße Schokolade

Zutaten

  • 1 Tafel Milchschokokolade
  • 1 Tafel dunkle Schokolade (das darf ruhig etwas Edles sein, meint Polly)
  • Brandy oder Cointreau (nach Wunsch)
  • 750 ml Vollmilch
  • Ein Klecks fettreduzierte Kochsahne - nicht zu viel sonst wird es ein Pudding
  • Ingwer oder Zimt zum Abschmecken
  • 2 TL Vanillezucker (nach Wunsch, ich habe Vanilleextrakt verwendet)
  • Minimarshmallows

Zubereitung

  • Die Schokolade GANZ, GANZ langsam auf kleiner Flamme erhitzen. und mit einem Schuss Brandy oder Cointreau (oder auch nicht) verfeinern. Wenn die Schokolade geschmolzen ist, bis zu 750 ml Vollmilch zugeben - je nach gewünschter Konsistenz - und dann noch einen Klecks Kochsahne. Der Vanillezucker muss nicht sein, wie gesagt, ich habe Vanilleextrakt verwendet. Mischung vorsichtig aufschlagen bevor ihr es in die Tassen gebt. Mit Marshmallows garnieren und mit Zimt und/oder Ingwer bestreuen.
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Heisse Schokolade

 

Habt außerdem ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Eure Kiki

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