Was lange gärt – Brot backen mit dem BROVN

Brot

“Wenn Du Deinem Brot regelmäßig zuschaust, lernst du enorm viel darüber”

Ja, hallo erst mal. Wisst ihr noch, wer ich bin? Habt ihr mit mir überhaupt noch gerechnet? Florian Bruhin, der Gestalter & Erfinder des BROVN wohl fast nicht mehr. Es tut mir so so leid, lieber Florian! Aber im Laufe des letzten Jahres ist mir etwas “Kleines” dazwischengekommen und seit diesem Februar habe ich einen neuen Fulltime-Job. Neben Windeln wechseln, “Kleine-Menschen-auf-einem-schlafen-lassen” und diversen Raubtierfütterungen am Tag ist der Blog viel zu kurz gekommen. Aber man muss ja auch an den Foodienachwuchs denken. Ab sofort versuche ich aber wieder regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen, sofern der kleine Koch da mitmacht.

Ungefähr vor einem Jahr bin ich auf den BROVN gestoßen: eine Glaskuppel über einer Stahlplatte, mit der man backen kann. Abgesehen davon, dass das Ganze ziemlich stylish daherkam,  sahen die damit gebackenen Brote einfach fantastisch aus. Das musste ich einfach selbst ausprobieren. Denn nur weil etwas stylish ausschaut, heißt das noch lange nicht, dass man sich noch ein Küchengadget zulegen muss.

Doch ich muss sagen: getestet und für großartig befunden. Die Brote bekommen unter der Glaskuppel eine fantastische Krume und der Teig geht so was von toll auf. Das Material und das Zubehör ist nicht nur schön, sondern auch sehr hochwertig verarbeitet. Brot backen auf Profiniveau also.

Wie kommt man überhaupt darauf, so ein Teil zu entwickeln und zu vermarkten? Florian von BROVN war so nett, mir meine Fragen zu seinem “Brotbackbaby” zu beantworten.

 

 

Hallo Florian! Ich bin auf Instagram auf Dein stylishes Brotbacktool gestoßen, welches sofort durch sein wunderschönes Design auffällt. Wie bist Du auf die Idee gekommen,  ein solches Tool zu entwickeln? Bist Du Bäcker? 

Ich bin eigentlich gelernter Bankkaufmann, habe mich dann aber vor knapp zwanzig Jahren mit dem Aufkommen des Internets selbstständig gemacht und mich mit verschiedensten Ideen darin ausprobiert. Bewährte Dinge oder Abläufe zu hinterfragen und neu zu denken, waren dabei oft die treibende Kraft. Zum Beispiel habe ich Raclette-Käse-Scheiben in Briefkartons verpackt, um so die Versandkosten zu reduzieren und das Produkt einfacher zuzustellen. Im Jahre 2017 hatte ich dann die Idee, hochwertige Backmischungen herzustellen und zu vertreiben.

In dieser Entwicklungsphase wollte ich mir dann im lokalen Haushaltswarengeschäft einen neuen Dutch Oven zulegen. Leider waren diese gerade ausverkauft und ich hatte mir etwas aus Frust eine Pyrex-Glasform vom Gestell nebenan gekauft. Zu Hause habe ich dann die Glasform umgekehrt über den Brotlaib auf das Blech gelegt und einfach mal geschaut, was passiert. Und ich war sofort fasziniert vom Anblick des aufgehenden Brotes unter dem Glas. Dies war eigentlich die Geburtsstunde der Idee des BROVN. Der Weg bis zum fertigen Produkte in den heutigen Form war allerdings dort noch ein langer und manchmal auch steiniger.

Was ist das Besondere am Brovn? Man kann ja Brot auch in einem gußeisernen Topf backen oder gleich einen Dutch Oven verwenden. 

Als besonders würde ich gerne drei Merkmale herausstreichen: das Brotkino, das Handling und die Vielseitigkeit. Der Anblick des aufgehenden Brotes ist faszinierend, wohltuend und lehrreich zugleich. Wenn du deinem Brot regelmäßig zuschaust, lernst du enorm viel darüber. Dies ist bei der Teigreifung so, gilt aber genauso für den Backvorgang. Das Handling ist etwas anders als bei einem Dutch Oven. Du kannst den Laib in aller Ruhe vorbereiten und lädst den fertig präparierten und eingeschnittenen Teigling mit einem Brotschieber direkt in den Ofen auf die Stahlplatte. Dies ist dem Ablauf ähnlich, wie es ein Profibäcker macht. Und dann ist da noch die Vielseitigkeit. Beide Bestandteile kannst du problemlos auch anderweitig einsetzten. So kannst du den Stahl zum Beispiel hervorragend fürs Pizzabacken oder auf einem Grill zum Braten verwenden. Die Glaskuppel kann im Alltag ohne weiteres als elegante Glasschüssel für Salate und andere Speisen verwendet werden.

Für wen hast Du den Brovn entwickelt bzw. was ist Deine Mission?

Den BROVN habe ich für alle Heimbrotbäcker entwickelt, die ein Optimum bezüglich Backresultat, Erlebnis und Design suchen. Eine eigentliche Mission habe ich nicht, aber es freut mich außerordentlich, wenn der BROVN meine Kunden dazu inspiriert, kreativ zu sein und tolle Brote damit zu backen.

Verrätst Du uns Dein Lieblingsbrotrezept?

Ich bin eigentlich nicht so der “Rezepttyp”. Da Brotbacken von Tausenden Parametern beeinflusst wird, werden tausend verschiedene Personen mit dem gleichen Rezept tausend verschiedene Ergebnisse erhalten. Rezepte können für mich aber sehr wohl Inspiration sein, neues auszuprobieren und zu experimentieren. Ich habe aber einen Lieblingsmehltyp: Und zwar das Schweizer Ruchmehl von einem guten Müller verarbeitet. Es findet bei sehr vieler meiner Brote Verwendung und ist für mich das Mehl für eine gute Balance zwischen Geschmack, Nährwert und Backresultat. Entsprechend wäre dann vielleicht auch mein Lieblingsrezept ein Sauerteig-Brot mit 100% Ruchmehl;).

Ruchmehl werde ich demnächst auch mal testen. Danke, für den Tipp.  Für meinen BROVN-Test habe ich einmal mehr meine Lievito madre “Helga” bemüht und ein Pane pugliese gebacken. Das Rezept veröffentliche ich natürlich auch demnächst. Vom Ergebnis bin ich jedenfalls restlos begeistert. Was denkt ihr?

Brot

Brot

 

Vielen Dank, lieber Florian, für die Testmöglichkeit und weiterhin viel Erfolg mit dem BROVN.

Wünscht Dir,

 

Deine/Eure Kiki

 

 

2 Antworten zu “Was lange gärt – Brot backen mit dem BROVN”

  1. Ronja sagt:

    Danke für diesen tollen Blog. War sehr interessant zu lesen.

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