Spanakopita – Little Library Cookbook

Spanakopita

„Ich hatte schon immer einen unersättlichen Lesehunger – und zwar im doppelten Sinn. Bei dem neuen Buch lese ich meinen Gedanken freien Lauf und stelle mir vor, wie wohl die Gerichte schmecken, die darin vorkommen. Sobald mir bei der Lektüre eine sommerreife Erdbeere, ein appetitlich duftendes Brathähnchen oder ein dampfend heißer Kakao begegnen, stehe ich auch schon mit dem Buch in der Küche.“

 

Klingt nach Kochtopf & Feder? Ist es aber nicht. Leider habe ich auch (noch) kein Kochbuch im Repertoire.  Als ich aber in diesem Frühjahr die Idee für meinen Blog hatte, habe ich natürlich auch recherchiert, ob es mein Konzept schon gibt, und da habe ich tatsächlich nur eine Seite gefunden: The Little Library Café von Kate Young. Wirklich ein wunderschöner Blog. Kate Young ist aus Australien und ist quasi ein alter Bloggerhase. Außerdem hatte sie auch eine Kolumne im Guardian. Und da es genug Bücher und Gerichte auf dieser Welt gibt, dachte ich mir, dass es auch einen weiteren Foodblog mit ähnlichem Konzept geben darf. Es ist eine große Mission und Kate kann ja nicht alles alleine machen.

Deshalb habe ich mich auch umso mehr gefreut, als ich vor ein paar Monaten entdeckt habe, dass im Wunderraum Verlag das zugehörige Kochbuch erscheint: Little Library Cookbook – 100 Rezepte aus den schönsten Romanen der Welt.

Netterweise haben mir die Kolleginnen von Wunderraum mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle. Ich finde es ganz wunderbar eine Konzeptkollegin zu haben und das Kochbuch ist wirklich toll gemacht. Daher wollte ich es euch auf keinen Fall vorenthalten. Die Rezepte sind vielfältig, detailliert beschrieben und bebildert und vom „Shakespeare Curry“ bis hin zum Bauernschmaus aus Enid Blytons „Fünf Freunden“ ist alles Mögliche dabei. Seufz. Ob ich wohl auch mal ein Kochbuch habe, wenn ich mal „groß“ bin? Man darf ja träumen. Eine Kolumne in der Süddeutschen würde ich auch übernehmen. Falls hier jemand mitliest.

 

Spanakoptia

 

Ist es nicht wirklich hübsch? Für meinen Blogbeitrag habe ich mir etwas Griechisches ausgesucht. Kate hat es in ähnlicher Form in Jeffrey Eugenides „Middlesex“ entdeckt. Der Titel ist übrigens im Rowohlt Verlag erschienen und ich werde ihn mir demnächst mal vornehmen. Eugenides hat dafür den Pulitzerpreis erhalten und wird oft mit Jonathan Franzen verglichen. Mal sehen, ob ich das auch so sehe. Wird ja oft behauptet.

 

„Desdemona ging das Band auf und ab, gab Walnüsse, Butter, Honig, Spinat, Käse dazu, legte weitere Teigschichten darauf, zuletzt noch etwas Butter, bevor sie die montierten Gebilde im Ofen schmiedete.“

 

Das ist jedenfalls eine griechische Spanakopita – eine mit Spinat, Kräutern und Feta gefüllte Filoteigschnecke. Sensationell im Geschmack und ein ideales Partyessen. Desdemona breitet den Teig im ganzen Haus aus und bereitet den Filoteig selbst zu. Damit der gelingt, muss er allerdings papierdünn sein und das bekommt man wohl nicht so einfach hin, sodass Kate – und ich auch – zu gekauftem Filoteig gegriffen haben. Bei uns auch unter „Strudelteig“ im Kühlregal zu finden. Nachdem ich ihn ausgepackt hatte, war mir klar: Den hätte ich so nicht selbst hinbekommen.

Spanakopita

Spanakopita

Zutaten

  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Öl
  • 1 kg TK Spinat
  • 1 EL gehackter Dill
  • 3 EL gehackte Petersilie (glatt)
  • 1 Ei
  • 100 g Feta
  • Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Butter
  • 10 Blätter Filoteig
  • Sesamsamen zum Garnieren

Zubereitung

  • 1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Zwiebeln in einer großen Pfanne im Öl anbraten. Wenn sie glasig geworden sind, den Blattspinat zugeben und untermischen, während der Spinat auftaut. Bei relativ hohen Temperaturen garen, damit ein eil des Wassers verdampft, dabei jedoch aufpassen, dass der Spinat nicht anbrennt.
  • 2. Den Blattspinat mit den Zwiebeln in ein Sieb umfüllen und mit der Hand sorgfältig ausdrücken. Je trockener die Spinatmischung hierbei wird, desto knuspriger wird der Teig nach dem Backen sein. Spinat abkühlen lassen.
  • 3. Nach dem Abkühlen die gehackten Kräuter und das Ei hinzufügen und den Feta hineinkrümeln. Etwas Muskatnuss hineinreiten und den Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • 4. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Zwei Blätter Filoteig nebeneinander und in der Mitte etwa 2cm überlappend auf die Arbeitsfläche legen, mit den Längsseiten parallel Kante der Arbeitsfläche. Den Teig großzügig mit Butter bestreichen. 2 weitere Blätter Filoteig darauflegen, diese ebenfalls mit Butter bestreichen und diesen Vorgang wiederholen, bis der gesamte Filoteig aufgebraucht ist. Nun etwa 5 cm entfernt von der längeren Teigseite, die Dir am nächsten ist, einen langen Streifen Füllung auf dem Filoteig verteilen. Den Teig mit der Füllung zu einer langen Wurst aufrollen und diese zu einer Spirale zusammenrollen.
  • 5. Die Spanakopita auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech heben, mit reichlich Butter einpinseln, mit Sesamsamen bestreuen (ich habe Schwarze und Weiße gemischt) und in 25 (ich fand 30 besser) Minuten goldbraun backen.
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Spanakopita

 

Schaut lecker aus? Ist auch so. Und ja, es wird massig Butter verwendet, aber da darf man auch wirklich nicht sparen, sonst zerbrechen die dünnen Filoteigplatten. Außerdem schmeckt es natürlich großartig. In diesem Sinne – vielen Dank an Kate Young für dieses großartige Kochbuch. Ich werde es sicher häufiger zurate ziehen. Und: Es kann nie genug Rezepte zu  großartiger Literatur geben. Kate und ich folgen daher weiterhin unserer Mission: Hinter jedem guten Essen, steckt eine großartige Geschichte.

 

καλή όρεξη

Eure Kiki.

 

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