Queen-Mom-Cookies – Der Gin des Lebens

Queen Mom Cookies

 “Ich habe beschlossen, nicht mehr mit Widerlingen zu trinken, nur noch mit Freunden. Seitdem habe ich dreißig Pfund abgenommen.” ERNEST HEMINGWAY

Habt ihr euch auch schon damit beschäftigt, welchen Fußabdruck ihr auf dieser Welt hinterlassen wollt? Was euer Vermächtnis ist? In “Der Gin des Lebens” von Carsten Sebastian Henn aus dem Dumont Verlag, fragt sich Benoit alias Bene Lerchenfeld, genau das, nachdem ihm seine Freundin Annika eröffnet, dass sie nicht nur seinen Heiratsantrag nicht annehmen wird, sondern ihr Leben lieber mit Jugendliebe Ralf verbringen möchte. Dazu kommt, dass Benes Oldtimerwerkstatt mehr schlecht als recht läuft. Nachdem er an diesem vermaledeiten Abend auch noch seinen geliebten Brezelkäfer in der Dreisam versenkt, ist die Katastrophe komplett. Benes Leben, ein Trümmerhaufen.

Im größten Katzenjammer fällt sein Blick auf das einzig Wichtige, das sein Vater ihm vor seinem tragischen Autounfall hinterlassen hat: eine Flasche selbst destillierten Gin. Der richtige Zeitpunkt dem alten Herrn damit zuzuprosten. Und damit ändert sich dann auch einfach alles: Denn dieser Gin, ist das Beste, was Bene je getrunken hat. Damit wird er es schaffen! Damit wird er seinem Leben eine ganz neue Wendung geben. Der Haken? Leider fehlt die Rezeptur und: Bene hat keine Ahnung vom Gin destillieren.

Er macht sich in den alten Unterlagen seines Vaters auf die Suche und findet Hinweise, die ihn nach Südengland führen. In Plymouth hat sein Dad in schöner Regelmäßigkeit in “Callaghans Bed & Breakfast” übernachtet. Dort angekommen, trifft er auf die attraktive Cathy, die vor Kurzem einen erstochenen Obdachlosen in ihrem Vorgarten gefunden hat und außerdem seit Jahren auf der Suche nach dem Ginrezept ihres verstorbenen Vaters ist. Na, wenn das kein Zufall ist.

 

 

Der Roman besticht durch ein extrem schrulliges aber durchgehend sympathisches Personal. Nebst guter Unterhaltung und einer spannenden Handlung wartet dieses Buch zusätzlich noch mit interessanten Fakten und Rezepten rund um das Thema Gin auf. Ein großes Lesevergnügen, zu dem eigentlich nur noch eine dampfende Tasse English-Breakfast-Tea und ein paar Cookies fehlen. Da kommt das Rezept für die “Queen-Mom-Cookies” gerade recht. It’s Teatime my dear! Ah, stopp! Falls ihr übrigens mehr über den Autor und seinen kulinarische Hintergrund erfahren wollt: Carsten war schon einmal Gast in meinem kulinarischen Interview. Sehr spannend. Jetzt aber: Kekseee!

Queen-Mom-Cookies

30 Stück

Zutaten

  • 2 Bio-Limetten
  • 1 Bio-Zitrone
  • 250 g Mehl
  • 300 g Zucker
  • Salz
  • 2 Eigelb
  • 250 g Butter
  • 7 EL Gin
  • 200 ml Tonic
  • 125 g Puderzucker

Zubereitung

  • Die Bio-Limette heiß waschen, abtrocknen und danach die Schale abreiben. Diese mit Zucker, Mehl und einer Prise Salz mischen. Jetzt die zimmerwarme Butter in Stückchen schneiden und mit zwei Eigelb und fünf Esslöffel Gin zusammen mit dem Zucker-Mehl-Salz-Gemisch zu einem glatten Teig kneten. Daraus zwei Teigrollen von rund 5 Zentimeter Durchmesser formen und für eine halbe Stunde mit Frischhaltefolie zugedeckt in den Kühlschrank stellen. Besser noch kurz ins Tiefkühlfach packen. Je kälter desto besser. Die zwei Limetten und die Zitrone schälen (die weiße Haut muss komplett entfernt sein), dann in hauchdünne Scheiben schneiden. Diese für eine halbe Stunde in einem Tonic-Sirup ziehen lassen (nicht kochen) – für dieses muss das Tonic mit 100 Gramm Zucker rund drei Minuten köcheln.
  • Die Teigrollen in 1 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und auf zwei Backbleche legen, die mit Backpapier ausgelegt sind. Die Limetten und Zitronenscheiben auf Küchenkrepp abtropfen lassen und leicht abtupfen, dann auf den Keksen verteilen (vorsichtig andrücken). Im vorgeheizten Ofen (Umluft 160 Grad / E-Ofen 180 Grad) 10-15 Minuten backen, bis die Kekse goldbraun sind.
  • Zwei Esslöffel Gin mit dem Puderzucker zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Mit der Mischung die abgekühlten Kekse verzieren.
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Queen Mom Cookies

Queen Mom Cookies

Queen Mom Cookies

In diesem Sinne und in diesen Zeiten: einen Gimlet für die Gesundheit und gegen Skorbut und ein fröhliches “Cheerio Mrs. Sophie”!

Eure Kiki.

2 Antworten zu “Queen-Mom-Cookies – Der Gin des Lebens”

  1. Veronika sagt:

    Hallo! Nachdem ich das Rezept für die Cookies bereits im Buch selbst und nun auch hier entdeckt hatte musste ich sie natürlich auch gleich testen – leider ist mir alles zerlaufen und ich habe nun quasi einen Riesencookie. Könnte es sein, dass die 300g Zucker aufgeteilt werden und nur 200g in den Teig gehören und die restlichen 100g erst beim Sirup genutzt werden sollen?
    Danke und liebe Grüsse,
    Veronika

    • Kiki sagt:

      Hallo Veronika,
      schön, dass Du bei mir vorbeischaust. 🙂 Ich habe tatsächlich auch zwei Anläufe gebraucht, um nicht einen Monstercookie zu kriegen. Das Geheimnis war aber tatsächlich, die Teigrolle und die große Menge Butter so richtig kalt zu bekommen und kurz einzufrieren. Dann muss es tatsächlich schnell gehen, damit der Teig nicht wieder zu warm ist. Mit dem Zucker hat es dann auch tatsächlich so hingehauen. Probier es nochmal aus – es lohnt sich. Ganz liebe Grüße, Kiki

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