Nektarinenkuchen mit Baiser – Jamies Kitchen

“Das Backen selbst ist keine hohe Kunst. Nachdem es aber gewöhnlich um Teige und Massen geht, die innerhalb einer bestimmten Zeit aufgehen sollen, müssen Sie sich genau an die Rezepte halten, damit sie auch wirklich gelingen.”

 

Dass Backen wird immer wieder mal mit Mathematik verglichen. Und jetzt habe ich es sogar schriftlich  von Jamie Oliver. In Mathe bin ich zugegebenermaßen ein ziemlicher Pfosten, aber Backen kann ich doch ziemlich gut. Und im Gegensatz zu Mathe macht mir das Backen außerdem auch noch Spaß. Als bekennender “Jamie-Fan”, habe ich mittlerweile fast alle Kochbücher von ihm. Bis auf die, in denen es fix geht oder nur max. 5 Zutaten gebraucht werden. Und egal wie oft ich reinschaue, ich entdecke immer wieder neue Rezepte.

In Jamie’s Kitchen von Dorling Kindersley aus dem Jahr 2005, habe ich zum Bespiel vor Kurzem diesen leckeren Nektarinenkuchen mit Baiserhaube entdeckt. Geht schnell, schmeckt fruchtig frisch und macht mit der Baiserhaube ziemlich viel her. Perfekt. Ob zu Kaffee und Kuchen oder als fruchtiges Dessert.

Der Kuchen funktioniert natürlich auch mit anderen Früchten: Rhabarber, Aprikosen, Pfirsiche oder zur Zeit auch mit Pflaumen. Da ist alles denkbar, meine sehr verehrten Damen und Herren. Lecker!!

 

Nektarinenkuchen mit Baiser für 4 Stück

Zutaten

  • 125g Butter
  • 100g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 250g Weizenmehl
  • 1 Vanilleschote
  • Abgeriebene Schale von einer ungebehandelten Zitrone
  • 2 Eigelb
  • 2-3 EL Wasser, eiskalt
  • 600g reife Nektarinen (oder anders Obst)
  • 50g Vanillezucker
  • Etwas Butter, klein gewürfelt
  • 1 EL Speisestärke
  • 3 große Eiweiß
  • 60g extrafeiner Zucker

Zubereitung

  • Der Mürbteig: Rühre Butter, Puderzucker und Salz in der Küchenmaschine geschmeidig und mische nach und nach das Mehl, das Vanillemark, die Zitronenschale und die Eigelbe unter. Sobald sich die Zutaten wie Streusel zusammenballen, das kalte Wasser zugießen und solange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Was hier ganz wichtig ist: Knete so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Zu viel Kneterei macht den Teig zu elastisch und das hat zur Folge, dass er sich beim Backen zusammenzieht und bricht. Fand ich einen sehr wertvollen Hinweis.
  • Forme aus dem Teig eine Rolle und packe sie, eingewickelt in Klarsichtfolie, für eine Stunde in den Kühlschrank.
  • Den Teig in Scheiben schneiden und die gefetteten Tartletteförmchen damit auslegen und an den Rändern hochziehen. 1 Stunde kaltstellen oder kurz in die Gefriertruhe damit Um später zu vermeiden, dass der Teigboden durch eine feuchte Füllung zu weich wird, kannst Du ihn mit Eiweiß bestreichen und für 30 Sekunden (nicht länger) in den Ofen schieben. Der Teig erhält dadurch eine Art wasserdichte Beschichtung.
  • Wasche die Nektarinen und schneide einmal rundum mit dem Messer ein. Hälften in die entgegengesetzte Richtung drehen, damit sich das Fruchtfleisch vom Kern löst. Früchte in Spalten schneiden und in einer Schüssel mit der Butter, dem Vanillezucker und der Speisestärke in einer kleinen feuerfesten Form vermischen und mit Alufolie abdecken.
  • Heize den Ofen auf 180 Grad vor und backe den Teig "blind". Dafür legst Du Backpapier auf den Teig und füllst die Kuhle mit Erbsen oder Linsen. Die Nektarinen kannst Du eine Etage tiefer einfach mitgaren. Derweil Eiweiße schaumig schlagen, den Zucker hinzufügen. Weiterschlagen, bis eine steife Baisermasse entstanden ist.
  • Teigboden und die Nektarinen aus dem Ofen nehmen. Fülle die Früchte in ihrem Saft in die Förmchen und häufe die Baisermasse in mehreren Portionen darauf. Mit einer Gabel Spitzen herausziehen. 8 Minuten Weiterbacken, bis die Masse leicht gebräunt ist. Heiß oder kalt servieren.
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Was ich an Jamie’s kitchen insgesamt besonders toll finde, sind die Tipps, die immer wieder in die Rezepte eingestreut werden. Wie zum Beispiel den Tipp mit dem Tieffrieren des Teiges, bevor gebacken wird. Oder auch, dass man, damit der Boden nicht “durchsuppt”, ihn mit Eiweiß einpinseln sollte und damit noch einmal kurz in den Ofen schiebt. Damit verpasst man dem Teig eine Art “Versiegelung”.

Natürlich gibt es im Buch auch nicht nur süße Rezepte. Aufgeteilt ist es originellerweise nach  Zubereitungsarten: Garen ohne Hitze, Pochieren und Kochen, Dämpfen und Garen in der Tüte, alles in einem Topf, Braten und Frittieren, Braten, Schmoren und Anbraten, Grillen im Ofen und mit Holzkohle und Gebackenes und Süßes. Auch mal ein ganz anderer Ansatz, wie ich finde. Es lohnt sich also mal wieder die alten Schätzchen durchzublättern, findet ihr nicht? Aber nun erst mal: Kuchengabel zücken und Nektarinenkuchen genießen.

 

Haut rein!

Eure Kiki.

 

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