Kakao-Rum-Dessert – Jamie kocht ITALIEN

Jamie Nachtisch

„So habe ich mich also erneut auf den Weg nach Italien gemacht. Ich habe Nonne und Mamme getroffen, die schon seit mehr als 50 Jahren am Herd stehen. Ich hatte die Ehre, mit diesen wundervollen Frauen zu kochen und habe ein paar ihrer Geheimnisse in Erfahrung gebracht. Alle, die mir begegnet sind, waren begierig darauf, mir ihre liebsten Rezepte zu verraten, sodass ich sie nun an Sie weitergeben kann, um die Tradition am Leben zu erhalten.“

 

Ach, Jamie. Jetzt kennen wir uns schon so lange und ich habe fast alle Deine Kochbücher. Aber Dir fällt doch immer wieder etwas Neues ein. Respekt!  Jamie kocht – Italien von Dorling Kindersley ist wieder eine großartige Rezeptsammlung und enthält außerdem viele Porträts der charismatischen älteren Damen. Jamies Idee mit diesem Kochbuch Traditionen und Rezepte zu bewahren, die dann in den verschiedensten Ländern und Küchen zubereitet werden, gefällt mir. Das ging den „Nonnas“ sicher ebenso. Denn sie haben bereitwillig unserem Jamie ihre Küchen und mit Sicherheit auch ihre Herzen geöffnet.

Die Rezepte sind wirklich alle neu und doppeln sich nicht mit vorherigen Jamie-Kochbüchern. Toll fotografiert ist das Ganze natürlich außerdem. Es lohnt sich also. 

 

Jamie Dessert

 

Von Vorspeisen, über Primi und Secondi bishin zu diversen Beilagen und Dolci ist wirklich alles dabei. Auf meiner Hitliste stehen bisher Gemüse al Forno, eine Art Quiche, die schon auf dem Foto fantastisch aussieht, eine Pilz-Brot-Suppe mit Steinpilzen und Brennnesseln und Stracotto, ein langsam gegartes Rindfleisch-Ragù. Schleck! Für heute habe ich mir jedoch einen Nachtisch ausgesucht. Optisch ein echter Hingucker und geschmacklich einfach bombig.

 

„Baronesse Susanne empfing mich bei sich zu Hause, wo sie auf ihre Enkelkinder aufpasste und mit ihnen kochte. Wir hatten das Vergnügen, gemeinsam einige wunderbare Gerichte zuzubereiten, die zeigten, wie groß der Einfluss der französischen Küche (Turin war wiederholt unter französischer Herrschaft) nach wie vor ist. Ihr Lieblingsdessert, das sie seit Jahren macht, ist eine Art schokoladige crème caramel mit einerSchicht aus Keksbröseln, die beim Backen an die Oberfläche steigen und nach dem Stürzen den Boden bilden.“

 

Das Ganze braucht allerdings etwas Zeit. Denn das Dessert muss für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank, bevor serviert werden kann. Ist aber damit super vorzubereiten, wenn Gäste kommen.

Kakao-Rum-Dessert

Kakao-Rum-Dessert

Zutaten

  • Butter für die Form
  • 100g Zucker
  • 4 große Eier
  • 50g brauner Zucker
  • 500 ml Milch
  • 3 gehäufte EL Kakaopulver
  • 50ml Goldener Rum
  • 200g Amaretti
  • Crème fraîche oder Mascarpone (hatte ich noch im Kühlschrank)

Zubereitung

  • Den Backofen auf 160 Grad vorheizen und eine lange Kastenform mit Butter ausfetten. Den Zucker in einer kleinen beschichteten Pfanne bei mittlerer bis starker Hitze schmelzen, bis er kastanienbraun karamellisiert ist. Karamell vorsichtig in die Kastenform gießen. Form schwenken, bis der Boden gleichmäßig mit Karamell überzogen ist.
  • Mit einem Schneebesen die Eier mit dem braunen Zucker etwa 3 Minuten schlagen, bis sie hell und cremig sind. Milch, Kakao und Rum hinzufügen und 30 Sekunden weiterführen. Dann die Amaretti dazubröseln und unterrühren. Mischung in die Kastenform gießen. Ein hohes Backblech halbhoch mit heißem Wasser füllen und die Kastenform in die Mitte stellen. Das Ganze vorsichtig mittig in den Ofen schieben. Das Dessert eine Stunde backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Dann mindestens für 4 Stunden kalt stellen.
  • Zum Servieren mit dem Messer am Rand der Form entlangfahren und behutsam auf eine Servierplatte stürzen. Das restliche Karamell aus der Form darüberträufeln und jede Portion mit einem Klecks Crème fraîche oder Mascarpone servieren.
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Sogar das Stürzen hat funktioniert. Da habe ich normalerweise immer großen Respekt vor. Der ganze Flan hat sich jedoch anstandslos und mit einem satten „Plopp“ auf die Platte gesetzt. Perfekt! Die unterschiedlichen Konsistenzen machen dieses Dessert wirklich zu etwas ganz Besonderem, wie ich finde. Fluffig, knusprig, cremig. Alles dabei. Also: ausprobieren! Ich bin jedenfalls weiterhin ein großer Jamie-Fan und werde sicher auch das nächste Italienkochbuch kaufen.

 

Danke, Jamie für die vielen tollen Rezepte und Deinen unermüdlichen Einsatz. Weiter so!

Deine und eure Kiki.

 

 

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