Cacio e Pepe mit Rotweinpasta – a mano

Cacio e pepe

“Weshalb sind es eigentlich überhaupt die einfachsten Gerichte, die am schwierigsten zu kochen sind? Ganz simpel. Weil die wenigen Zutaten für sich sprechen müssen.”

Seid ihr auch in der “Nudeln-selber-machen? Das-ist-mir-zu-aufwendig-Fraktion!”? Was ist, wenn ich euch sage, dass selbst gemachte Pasta ca. 15 Minuten (plus eine halbe Stunde Ruhezeit) dauert? Und die Zutaten für den simpelsten Pastateig, für pasta all’uovo, kann sich wirklich jeder merken: Auf 100 Gramm Mehl, kommt ein Ei. Kein Salz, kein Wasser, kein Olivenöl. Aus die Maus.

Das Nudelmanifest!

Claudio del Principe hat jedenfalls mit seinem neuesten Buch “a mano” aus dem AT Verlag, ein wahres Nudelmanifest herausgegeben. Claudio war ja schon öfter hier auf Kochtopf & Feder zu Gast, unter anderem auch beim “kulinarischen Interview”. Wer noch eimal reinlesen möchte: bitte hierhin. Claudio ist ebenfalls ein Bloggerkollege und mit dem Blog “Anonyme Köche” eines meiner großen Vorbilder. Und die Bücher sind einfach ein Universum für sich: kreative aber gut umzusetzende Rezepte, unterhaltsam geschrieben und mit vielen Tipps und Tricks rund ums Kochen. Jetzt also: Pasta! Was habe ich mich darauf gefreut. Denn wir wissen alle, wie gute Pasta schmecken muss und auch was man manchmal so als “Pasta” vorgesetzt bekommt. Das ist schon manchmal ziemlich greislich. Warum also nicht selbst machen? Nach dem Sauerteigbrotbacken oder dem Fermentieren ist selbst gemachte Pasta im Moment grade das “neue” Craft-Ding. Und im Gegensatz zu primadonnenhaften Sauerteigkulturen ist so ein Pastateig (vermeintlich) recht einfach gestrickt.

 

 

In “a mano” findet ihr alles rund ums Pastamachen und so viele unterschiedliche Formen und Farben, wie man sich nur vorstellen kann. Denn, des ist wie bei allen tollen Sachen in der Küche: Man fängt einfach an, kann aber mit viel Üben und Leidenschaft,  das Ganze bis zur Perfektion treiben. Außerdem gibt es zu jeder Pastaform den richtigen Teig und wer behauptet, dass es egal ist, ob man Spaghetti, Fusilli oder Orecchiette zur Tomatensoße isst, hat definitiv nichts verstanden.

ACHTUNG! Solltest Du zu unkoordinierten Küchengadgetkäufen neigen. Bitte den nächsten Abschnitt überspringen!

Das Buch ist, wie wir es von Claudio gewohnt sind, nicht nur ein Kochbuch mit wahnsinnig leckeren, teils klassischen, teils sehr modern interpretierten Rezepten, sondern besticht, wie auch schon in den Vorgängern, auch durch die “flotte Schreibe” von Claudio, die mit vielen Anekdoten, Geschichten und Tipps durch dieses wirklich spannende Thema führt. Leider hat er auch viele Tipps zu neuen Küchengadgets. Das wird wieder mal ganz schlimm bei mir enden. Ich sage nur: Berti! Ein Pastamesser! Definitiv ein Kandidat für meinen schon recht langen Wunschzettel. Ich könnte jetzt mit Pastarädern, Raviolistempeln, Nudelgitarren und Pastabrettern weitermachen. Aber ich habe mich im Griff. 

Das Rezept: Cacio e Pepe

Und da das Einfachste oft das Schwerste ist, habe ich mich für einen Klassiker entschieden: Cacio et Pepe mit einer Rotweinpasta. Denn wer sagt, dass man für Pasta immer nur Wasser verwenden muss? Abgesehen vom Geschmack, leuchtet der Teig durch den Rotwein in einem hübschen altrosa.Ein echter Hingucker. Claudio macht Tonnarelli, die mit der Chitarra, der italienischen “Nudelgitarre” gemacht werden. Wieder ein tolles Küchending, was ich (noch) nicht habe. Aber dickere Tagliatelle gehen ja auch. Die ich natürlich nicht mit einem tollen Bertipastamesser geschnitten habe. Schnüff. Keine Sorge. Ich packe das.

Cacio e pepe ist wirklich im Handumdrehen gemacht. Aber gerade weil es wenige Zutaten sind, ist die Qualität des Pecorinos und des Pfeffers entscheidend. Ich habe hier einen fermentierten schwarzen Kampotpfeffer verwendet, aber so ausgefallen muss es natürlich nicht unbedingt sein.

 

Cacio e pepe

Cacio e pepe

Cacio e Pepe mit Rotweinpasta

Zutaten

  • 400 g Semolina (Hartweizengrieß)
  • 180 ml Rotwein
  • Pecorino Romano
  • Schwarzer Pfeffer (in meinem Fall: fermentierter schwarzer Kampotpfeffer

Zubereitung

  • Mehl in eine Schüssel sieben, den Rotwein zugießen und mit den Fingern einarbeiten, bis alles Mehl gebunden ist. Mit dem Handballen mindestens 10 Minuten bearbeiten. Dazu die Ränder zur Mitte falten, mit dem Handballen flach drücken und wieder falten. Den Teig zu einer dicken Rolle formen, senkrecht vor sich hinlegen und von oben druckvoll mit dem Handballen einrollen. Mehrmals wiederholen und dann den Teig zu einer Kugel formen. Die Oberfläche sollte glatt und wachsartig sein und sich anfühlen wie Spielknete.
  • Den Teig in Folie gewickelt oder abgedeckt mit einem feuchten Küchentuch 30 Minuten ruhen lassen. Dann den Teig ca. 4 mm dick ausrollen und zu Tonnarelli bzw. Tagliatelle schneiden. In siedendem Wasser für ca. 2 Minuten bissfest kochen.
  • 1 Tasse vom Pastawasser in eine Pfanne geben, 4 EL Pecorino darin schmelzen. Nudeln dazugeben und bei mittlerer Hitze durchschwenken, bis die Sauce daran haften bleibt. Je nachdem mehr Pastawasser oder mehr Pecorino dazugeben.
  • Kräftig pfeffern. Zum Anrichten, Pecorino und Pfeffer in Teller streuen. Pasta verteilen. Nach Belieben weiteren Pecorino und Pfeffer darüber verteilen.
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Cacio e pepe

Ist sie nicht hübsch geworden? Nicht perfetto aber: Übung macht die Pastameisterin. Da bleibt mir zu sagen: Grazie mille, lieber Claudio für dieses wunderbare Kochbuch!

Viva la Pasta!

Deine/Eure Kiki.

 

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