Sheperd’s Pie – Das Haus der Malerin

Sheperd's Pie

 „Zum Essen wurde Sheperd’s Pie mit Lauch und Karotten serviert. Das Gemüse, verkündete Diana, hatte Tom selbst gezogen. „Poetenlauch“, meinte jemand. „Sie sollten etwas dazu reimen, Tom.“. „Tom reimt nicht“, bemerkte Diana kalt.“

 

Judith Lennox ist eine der erfolgreichsten Autorinnen des modernen englischen Gesellschaftsromans. Das Haus der Malerin ist ihr neustes Werk und man muss sagen, dass es nicht selbstverständlich ist, zwanzig Jahre kontinuierlich Bestseller zu schreiben. Respekt. Das kann kein Zufall sein, dachte ich mir. Also habe es mir an diesem schneereichen Adventswochenende mit Katze, Tee und Buch auf dem Sofa bequem gemacht. Very british, isn’t it? Man reiche mir ein Gurkensandwich.

Das Haus der Malerin vereint zwei Zeitebenen, in denen wir auf zwei Frauen treffen, die, vom Schicksal auf die Probe gestellt, versuchen ihren eigenen Weg zu gehen. Rose Martineau, bis dato glücklich verheiratet, mit zwei Kindern in den 1970er Jahren. Außerdem Sadie, eine Künstlerin, die in den Dreißiger Jahren gelebt hat, die Großtante von Rose ist und von der sie erst durch diverse Briefe zum ersten Mal nach dem Tod ihrer Großmutter erfährt.

Nach einer skandallösen Affäre ihres Ehemannes Robert und die damit einhergehende Trennung, übernimmt Rose das gemeinsame Luftfahrtunternehmen, in dem sie bisher nur der Form halber Mitinhaberin war. Sie erbt außerdem „The Egg“, das Haus in dem Sadie Lawless gelebt hat. Bei einem Besuch dort, findet sie einen Ring, der ihrer Großtante gehört haben muss und merkt schnell, dass dieses Haus eine eigenartige  Stimmung umgibt.

Sadie zieht sich nach einer unglücklichen Liebe in das von ihrem Vater gebauten Haus „The Egg“ zurück. Sie möchte sich hier wieder ganz auf ihre Kunst konzentrieren und vor allem vergessen. Das zweite Anwesen ihres Vaters, „Gull’s Wing“,  vermietet sie an den gefeierten Schriftsteller Tom Chiverton und seine Frau Diana. Tom Chiverton, ganz Schriftsteller und Lebemann und von seiner Unwiderstehlichkeit völlig überzeugt, wirft schon nach kurzer Zeit ein Auge auf Sadie. Nach einer kurzen Affäre mit ihm, verschwindet die Künstlerin spurlos.

Rose versucht, nun mehr über ihre Großtante zu erfahren. Wer war sie und warum hat Ihre Großmutter nie von ihr gesprochen und was ist damals genau mit ihr passiert?

 

Sheperd's Pie

 

Alles in allem ist das Buch also perfekt für einen gemütlichen Nachmittag auf der Couch. Man wird in Handlung regelrecht hineingesogen. Über die gesellschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen Frauen sowohl in den Dreißigern als auch in den Siebzigern zu kämpfen hatten, bin ich oft gestolpert. Auch die Art und Weise wie Frauen und Männer in Beziehung standen und auch wie klein sich die Frauen oft wie selbstverständlich gemacht haben, ist befremdlich und sehr aus der heutigen Zeit gefallen. Zum Glück, denn das kann und möchte man sich gar nicht mehr vorstellen. Was ja nicht heißt, dass man heutzutage am Ende der Gleichberechtigung bereits angekommen ist. Trotzdem ist das kein Vergleich mehr.

 

„Und wie ist es mit Ihnen Lucy?“ Macht es Ihnen nichts aus für mich zu arbeiten?“ Sie erinnerte sich, dass Roberts Sekretärin einmal zu ihr gesagt hatte, für sie leite sich ihr Status von dem Mann ab, für den sie arbeite: wichtiger Mann, wichtige Position, wichtige Sekretärin.“

 

Da rollt sich alles in mir auf und das war gerade mal vor 40 Jahren. Brrr. Ich finde, hier hilft nur noch ein wärmender Sheperd’s Pie mit „Poetenlauch“. Gut vorzubereiten, nicht sehr aufwendig und echtes britisches und/oder irisches Soulfood.

 

 

Sheperd’s Pie

Zutaten

  • 500g Lammfleisch aus der Keule, fein gewürfelt
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 kleine Möhren
  • 100g Tiefkühlerbsen
  • 400g gehackte Tomaten
  • 250ml Gemüsebrühe oder Lammfond
  • 3-4 El Vermouth
  • 1TL gehackter Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 ml Olivenöl
  • 20 g Mehl
  • 1,2 kg Kartoffeln
  • 100-120ml Milch
  • 50 g Butter
  • 1 TL Salz
  • Etwas Pfeffer
  • Prise Muskat
  • 1Eigelb
  • 1 EL Milch
  • 30g Cheddar

Zubereitung

  • Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln fein würfeln. Olivenöl in eine erhitzte große Pfanne geben und das Fleisch von allen Seiten anbraten. Möhren und Zwiebeln zugeben und weiterbraten. Das Mehl zugeben. Danach die Brühe angießen und die Tomaten untermischen. Hitze reduzieren und für 20-30 Minuten köcheln lassen.
  • Derweil die Kartoffeln schälen und in Stücke scheiden. Weich kochen und fein stampfen. Milch und Butter zugeben und gut vermischen. Die Masse sollte nicht zu flüssig und nicht zu fest sein. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.
  • Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Erbsen zur Fleischmasse geben. Eine Ofenform buttern und Masse in die Form geben. Kartoffelbrei mit einer Spritztülle oder mit einem Löffel auf die Fleischmasse geben und mit Rosmarin garnieren. Eigelb und Milch vermischen und die Kartoffelmasse vorsichtig einpinseln und in 30 Minuten goldgelb backen. Vor dem Servieren mit Cheddar bestreuen.
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Sheperd's Pie

 

Enjoy!

Eure Kiki

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