Pastrami-Dumplings mit Dijonnaise – Die Leben danach

Dumplings

„Ich wollte nicht einfach so verschwinden! Aber ich hatte die Welt im Rücken, und sie schob mit vorwärts, stieß mich über den Rand des größten Canyon, des schwärzesten Loches,  hinab in diese Nichtexistenz.“

„Die Leben danach“ von Thomas Pierce aus dem Dumont Verlag,  ist eine  Mischung aus Liebesgeschichte und der großen Frage „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ Die Art erinnert mich sehr an Mariana Leky, wobei ich sagen muss, dass Frau Leky doch noch pointierter schreibt und man doch einen ganz anderen und direkteren Zugang zu den Protagonisten bekommt. 

Jim Byrd erleidet einen Herzstillstand und ist für ein paar Minuten klinisch tot. Doch entgegen vielen Berichten über Nahtoderfahrungen, sieht Jim keinen Tunnel, kein Licht und auch sein Leben läuft nicht noch mal vor seinem inneren Auge ab. Er ist einfach nur weg. Gibt es denn danach wirklich gar nichts mehr?

Als er einen Kreditantrag einer Kundin für den Ausbau eines mexikanischen Restaurants prüft, stößt er auf ein merkwürdiges Phänomen. Auf der Treppe des Restaurants passiert immer wieder Merkwürdiges. Menschen stürzen aus unerfindlichen Gründen hinunter oder brechen in Tränen aus. Die Besitzerin ließ sogar das Phänomen von einer Wissenschaftlerin untersuchen, die eine Stimme aufnehmen konnte, die „Der Hund brennt“ zu sagen scheint und die behauptet, dass wir losgelöst von Zeit und Raum mit Hilfe von „Daisy-Teilchen“ weiterexistieren können und dass man mit Verstorbenen so wieder in Kontakt treten kann.

Nachdem Jims Vater stirbt, machen er und seine wiedergefundene Highschoolliebe Annie, die vor Jahren ihren Ehemann verloren hat, sich auf die Suche nach Antworten und stoßen wieder auf die Wissenschaftlerin, die bereits das Phänomen im Restaurant untersucht hat. Sie hat eine „Wiedervereinigungsmaschine“ entwickelt, mit der es möglich sein soll mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. Wird es möglich sein, einen Blick auf die andere Seite zu werfen und vielleicht sogar Jims Vater wiederzusehen?

Ich gebe zu, das Ganze klingt auf den ersten Blick sehr esoterisch und abgedreht. Es geht um Geister und übernatürliche Phänomene und Löcher in Raum und Zeit. Aber mal ernsthaft? Wer hat sich noch nicht gefragt, wie es einmal weitergeht und ob es weitergeht? Und um ganz ehrlich zu sein: Mir wäre es lieber, nicht einfach weg zu sein, auch wenn man das dann natürlich nicht mehr mitbekommt und schon beim Gedanken daran Gehirnschmerzen bekommt, weil es sich einfach nicht fühlen oder erklären lässt, wenn man sich vorstellt, dass man nicht mehr da ist.

 

Dumplings

 

Tja, so ist das mit diesem Buch. Ich weiß noch nicht mal, ob ich es empfehlen kann. Aber die Fragen und die Gedanken, die sich aus der Lektüre heraus ergeben, machen es sicher zu einer außergewöhnlichen Lektüre.

Und die Dumplings? Sind Bestandteil des Mittagessens von Jim und Annies Bruder Kurt mitsamt einer etwas abgedrehten Freundin, die Jim an ein Medium verweist. Ich liebe diese kleinen Teigtaschen und habe sie mit Pastrami, Gürkchen und Sauerkraut gefüllt. Ganz was Feines. Die Pastrami habe ich übrigens von meinem neuen Lieblingsmetzger im Fränkischen: Der Naturmetzger Seefried. Schaut mal rein. Da habe ich auch meine „Pompduck“ her, für die Black Hotdogs. Ein Besuch lohnt sich. Alles regional und der Versand klappt prima.

Pastrami-Dumplings mit Dijionnaise

30 Stück

Zutaten

    Für den Teig:
  • 300 g Weizenmehl (405)
  • 200 ml Wasser
  • Für die Füllung:
  • 100 g Pastrami, gewürfelt
  • 5 Frühlingszwiebeln, in feine Scheiben geschnitten (nur der weiße Teil)
  • 100 g Sauerkraut aus der Dose, oder selbst gemacht
  • 5 Cornichons, klein gewürfelt
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Für die Dijonnaise:
  • 1 Eigelb
  • 175 ml bestes Olivenöl
  • 2 EL Djionsenf
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Cornichons und etwas Sauerkraut zum Dekorieren.

Zubereitung

  • Für den Teig das Mehl und das Wasser verkneten und eingewickelt in Frischhaltefolie eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Das Eigelb mit dem Dijonsenf verquirlen und bei laufender Küchenmaschine das Öl tröpfchenweise zugeben. Nach der Hälfte der Ölmenge den Rest in einem feinen Strahl zugeben. Nicht zu schnell eingießen, sonst gerinnt das Ganze und ihr könnt von vorne anfangen.
  • Für die Füllung alle Zutaten vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und bis zum Servieren kühlen. Den Teig bemehlen und 2-3 mm dünn in der Nudelmaschine (oder mit der Teigrolle) auswellen. Teigkreise mit einem Dessertring ausstechen. Ein TL Füllung auf jeden Teigling setzen, die Ränder mit Wasser einstreichen. Dann den Kreis zusammenklappen und verschließen, in dem man kleine Rüschen faltet.
  • Den unteren Teil eines Bambusdämpfkorbes mit Backpapier auslegen und die Dumplings darauf setzen. Dämpfkorb in ein mit siedendem Wasser gefüllten Topf oder Wok stellen. Das Wasser sollte das Holzgitter nicht berühren. Dämpfkorb mit dem Deckel verschließen und die Dumplings für 10 Minuten sanft garen. Mit Sauerkraut und Cornichonscheibchen garnieren und mit der Dijonnaise genießen.
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Dumplings

Dumplings

 

„Der Alltag war der Besen, der alle Bedenken oder Fragen wegfegte, die zu groß oder zu beunruhigend waren. Ich vergrub mich in der Routine unseres gemeinsamen Lebens, in ihre zahlreichen, wundervollen und dummen Pflichten und Ablenkungen.“

 

Manchmal kann Alltag auch etwas Beruhigendes haben. Nur nicht übertreiben! Denn bevor nicht bewiesen ist, dass es hinterher weitergeht, sollte man vielleicht doch noch viele besondere Momente sammeln.

Eure Philokiki.

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