Oatcakes – Sturmhöhe

Oatcakes

 “Meine Liebe zu Linton ist wie das Laub im Walde: Die Zeit wird das ändern, ich bin mir dessen bewusst, wie der Winter die Bäume verändert.
Meine Liebe zu Heathcliff gleicht den ewigen Felsen dort unten; sie ist eine Quelle kaum wahrnehmbarer Freuden, aber sie ist notwendig.”

 

Endlich mal wieder ein Klassiker. Sturmhöhe von Emily Brontë steht schon lange auf meiner Leseliste. Und ich habe mir eine wunderschöne Ausgabe aus den 60er Jahren gegönnt, gefunden auf dem ZVAB. Die drei Brontëschwestern Emily, Anne und Charlotte wuchsen mit ihrem Bruder Branwell im 19. Jahrhundert in einem Pfarrhaus in Haworth auf. Alle vier veröffentlichten, waren Schriftsteller, die Schwestern veröffentlichten jedoch unter den männlichen Pseudonymen Ellis, Acton und Currer. Sturmhöhe ist Emilys einziger Roman. Sie starb mit knapp 30 Jahren. Gemeinsam mit dem Werk ihrer Schwester Charlotte – Jane Eyre – gilt Wuthering Hights als Klassiker der britischen Romanliteratur des 19. Jahrhunderts.

Die Story ist ein Familiendrama de luxe und zeigt mal wieder, dass sich irgendwann alles rächt. Also: aufpassen! Die Geschichte wird über drei Generationen erzählt und unsere Hauptfigur ist das Findelkind Heathcliff. Die Geschichte beginnt damit, dass der neue Pächter von Thrushcross Grange dem Nachbargut auf den alten Heathcliff trifft, der mit einer jungen Frau und einem jungen Mann und einigen ziemlich bissigen Hunden auf Wuthering Hights lebt und sich nicht gerade als angenehmer Zeitgenosse entpuppt. Bei seinem zweiten Besuch ist er gezwungen über Nacht zu bleiben und stößt auf die Aufzeichnungen einer Catherine Earnshaw, die ihm im Laufe der Nacht außerdem als Geist erscheint und sowohl ihn als auch den Gutsherren Heathcliff das Fürchten lehrt. Schnell bemerkt er, dass sich hier einst ein wahres Drama abgespielt haben muss und sich immer noch abspielt.

Zurück auf seinem Gut erfährt er von seiner Wirtin “Nelly” die ganze Geschichte. Sie war einst die Ziehmutter von Heathcliff und hat alles hautnah erlebt. Ich will nur so viel verraten: Ein Drama jagt das Nächste und Heathcliff startet, nachdem er als Kind schikaniert und von seiner großen Liebe Cathy verschmäht wurde einen durchtriebenen Rachefeldzug, um letztlich alle zu zerstören, die ihm einst versucht haben zu schaden. Doch vielleicht gibt es ja doch noch ein Happy End am Schluss. Ich finde, man sollte selbst bei einem Klassiker nicht spoilern.

Und kulinarisch? Gleich zu Beginn, als der Pächter Lockwood zum ersten Mal Wuthering Hights betritt, fällt sein Blick auf eine gewaltige Eichenanrichte auf der sich Krüge und Kannen fast bis unters Dach stapeln.

 

“Dieses war nie unterzimmert worden; unverhüllt zeigte sich sein ganzes Gerippe dem forschenden Blick, wo es von einem hölzernen Gerüst verborgen wurde, das mit Haferkuchen und Bergen von Rinds-, Hammel und Schweinskeulen beladen war.”

 

Haferkuchen also. Das können doch nur Oatcakes sein! Traditionell werden sie wohl mit Schweineschmalz gemacht. Das habe ich mir verkniffen aber falls jemand von euch das mal ausprobiert – lasst es mich wissen. Oatcakes gibt es sowohl in England als auch in Schottland und sind seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Man isst sie mit Marmelade zum Frühstück einfach als Snack zwischendurch. Oatcakes passen aber auch hervorragend zu einer deftigen Käseplatte. Und sind im Handumdrehen gemacht.

 

Oatcakes

 

Oatcakes

Zutaten

  • 1 1/3 Tassen Haferkleie
  • 1/2 TL Meersalz
  • 50 g kalte Butter
  • 1/4 TL Backpulver
  • 4 TL heißes Wasser

Zubereitung

  • Haferkleie in einen Multizerkleinerer oder Foodprocessor geben und fein mahlen. Ein paar größere Stückchen sind okay. Das Mehl mit dem Salz, dem Backpulver und der Butter in der Küchenmaschine verkneten. Zum Schluss das Wasser zugeben und die Masse zu einem Teig kneten. Ofen auf 190 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze), Teig in zwei Hälften teilen und die Hälften in Kreisform auswellen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in Kuchenstücke schneiden. Im vorgeheizten Ofen für 20 Minuten backen und bis zur Verwendung in einer Keksdose aufbewahren. Schmeckt wunderbar zu Käse oder Butter und Marmelade.
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Oatcakes

 

Zwei Klassiker, die sich wirklich lohnen.

Eure Kiki.

 

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